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Ratgeber für die persönliche Sicherheit

Es geht um zwei Dinge

1. Den Schutz Ihres Lebensraums: Ihre Wohnung oder Ihr Haus sollte mechanisch so geschützt sein, dass Einbrecher möglichst wenig Chancen haben, überhaupt einzudringen. Erprobte Produkte und Dienstleistungen stehen Ihnen dafür zur Verfügung.

2. Ihr eigenes Verhalten: Sie selber können viel für Ihre eigene Sicherheit tun. Halten Sie sich an einige recht einfache, aber wirksame Verhaltensregeln.

Mechanischer Einbruchschutz ist allerdings eine Angelegenheit für den Fachmann. Es lohnt sich, seine Beratung in Anspruch zu nehmen. Für alle Schutzaufgaben gibt es Produkte, die praktisch jeder Situation in Haus oder Wohnung angepasst werden können.

Das Schlimmste am Einbruch ist das Gefühl danach!

Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Einfamilienhäuser hat gerade in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Als Bürger oder Bewohner dieses Landes müsste man sich eigentlich fragen, woran das liegt. Sind unsere Polizeikräfte überfordert? Bleibt dem Einzelnen nicht viel anderes übrig, als selber für den Schutz gegen Einbrüche zu sorgen?

Weil Sie sich für unseren Einbruch - Sicherheitsratgeber interessieren, nehmen wir an, dass Sie dieses Problem beschäftigt. Sei es als Wohnungsmieter oder als Einfamilienhausbesitzer. Es geht ja beim Schutz vor Einbrechern nicht nur darum, Hab und Gut zu schützen. Denn: "Das Schlimmste am Einbruch ist das Gefühl danach!" Eine in unserem Auftrag vom Meinungsforschungsinstitut IPSO bei Opfern von Einbrüchen durchgeführte Untersuchung hat diese Tatsache wieder einmal eindrücklich bestätigt.

Resignation wäre allerdings ein schlechter Berater: Sie selber können tatsächlich etwas tun, um sich und Ihre Familie zu schützen!

Aber nur wer weiss, wie Einbrecher vorgehen, worauf sie es abgesehen haben und welche Massnahmen dagegen wirklich etwas nützen, hat Aussicht auf Erfolg. Im Ratgeber finden Sie dazu wichtige Hinweise.

Beginnen Sie anschliessend damit, Ihre eigene Situation in Wohnung oder Haus realistisch zu analysieren. Unser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie dabei vorgehen müssen.

Mechanischer Einbruchschutz gibt Ihnen Sicherheit

Bei mir lohnt sich doch ein Einbruch gar nicht ... !?

Diese Meinung hört man oft. Das Pech dabei ist nur, dass der Einbrecher das nicht weiss. Und so ist das Problem verdrängt statt gelöst!

Tatsächlich ist in der Schweiz der Stand der Sicherheitsvorkehrungen bei Wohnungen und Einfamilienhäusern eher schlecht. Jeder kann von einem Einbruch betroffen werden.

Die Statistiken zeigen, dass die Zahl der Einbrüche in jüngster Zeit stark zugenommen hat. Mehr noch als die der Strassenüberfälle, auch wenn Überfälle in den Medien häufiger erwähnt werden, weil sie «sensationeller» sind.

Vorbeugen ist also gerade bei Einbrüchen besser als Schaden beheben, denn wie schon gesagt: Das Schlimmste am Einbruch ist das Gefühl danach! Aber, was lässt sich dagegen tun?

Sperren Sie den Einbrecher aus!

Das ist ihre Chance: Je mehr Sie dem Einbrecher den Zutritt erschweren, umso eher sucht er sich ein anderes, ungeschütztes Objekt aus. Nur ein Einbrecher, der schon gar nicht erst hereinkommt, kann Sie nicht ängstigen oder schädigen. Am besten erreichen Sie das mit mechanischen Schutzvorrichtungen an Türen und Fenstern, falls nötig auch an anderen Öffnungen wie Dachluken oder Lichtschächten. Mechanische Sicherheit funktioniert auch ohne dass Sie daran denken und verursacht keinen Fehlalarm.

Als Ergänzung dazu kann eine elektronische Alarmanlage nützliche Dienste leisten, vor allem als zusätzliche Abschreckung. Aber auch sie sollte - wie die mechanischen Schutzvorrichtungen - vom Fachmann geplant und ausgeführt werden. Weil Sicherheit professionell sein muss.

Wie der Einbrecher vorgeht

Wann ?

Viele Leute glauben immer noch, Einbrüche fänden vor allem nachts statt. Die Statistik spricht eine andere Sprache. Nachts fallen Geräusche und Licht viel eher auf als tagsüber. Und die Anonymität unserer Gesellschaft verhilft jedem Kriminellen auch am Tag zur problemlosen Tarnung. Nur etwas steht ihm bei Tageslicht entgegen: Er hat nicht so viel Zeit für seinen Einbruch wie nachts. Also auch darum: je mehr (d.h. je länger!) Sie ihm den Zutritt erschweren, umso eher werden Sie verschont.

 

Verteilung der Wohneungseinbrüche (in %) über die Tageszeit Verteilung der Wohnungseinbrüche
(in %) über die Tageszeit

Womit ?

Weil in Europa die Schutzmassnahmen bei Gebäuden im allgemeinen sehr schlecht sind, ist Einbrechen viel zu leicht. Die Balkengrafik zeigt Ihnen, welches die relativ am häufigsten eingesetzten Einbruchwerkzeuge sind. Überraschend ist, wie oft der Einsatz von Körpergewalt genügt. Wie man das macht, ist in jedem zweiten Kriminalfilm zu sehen...

Einbruchwerkzeug

Das Gefährlichste: Der Hebel

Dass der Hebel, meist ein Schraubenzieher oder ein «Geissfuss», das am meisten verwendete Werkzeug ist, überrascht hingegen den Fachmann nicht. Mit einem Hebel lässt sich grosse Gewalt auf Türen oder Fenster ausüben. Massstab für die Stabilität der mechanischen Sicherung muss deshalb der Angriff mit Hebeln sein. Und gerade dagegen bieten gute mechanische Zutrittssperren an Türen und Fenstern grosse Sicherheit.

Die Schwachstellen an Haus und Wohnung

Schwachstellen, bei denen ein Einbruch möglich wäre, finden sich an jeder Wohnung und an jedem Haus. Nur ist den meisten Leuten nicht bewusst, wie viele davon es bei ihnen zu Hause gibt!

Kennen Sie diese Schwachstellen bei Ihrem Heim?

Machen Sie die Probe aufs Exempel. Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor dem eigenen Haus und haben den Schlüssel irgendwo liegengelassen. Trotzdem müssen Sie unbedingt irgendwie ins Haus hinein - welche Möglichkeiten sehen Sie? Die Zeichnung mit den «normalen» Schwachstellen soll ihnen helfen, nichts zu übersehen.

Denken Sie daran: Ein Einbrecher hat ein geübtes Auge und sieht jede Chance!

Vielleicht sind Sie überrascht, was Sie jetzt alles erkennen. Ein Einbrecher - aber selbstverständlich auch ein Fachmann für Einbruchschutz! - sieht möglicherweise noch mehr.

Die Türe - die beliebteste Einbruchstelle

Noch immer ist die Haustüre (oder die Türe eines Nebeneingangs) die am häufigsten von Einbrechern gewählte Einbruchstelle.

Der Hausbesitzer oder Wohnungsmieter sollte also hier mit den Schutzmassnahmen beginnen. In den meisten Fällen lassen sich qualitativ einwandfreie und mindestens 4 cm dicke Türen nachträglich mit einem allseitig wirkenden Verriegelungssystem nachrüsten. Anderenfalls muss eine neue Sicherheitstüre (eventuell mit einem stärkeren Rahmen) eingebaut werden.

Normale Fenster sind 30-Sekunden-Fenster!

Etwa 30 Sekunden benötigt ein geübter Einbrecher, um ein normales, geschlossenes Fenster aufzubrechen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Fenster mit Verbundsicherheitsglas ausgerüstet ist und mit einem abschliessbaren Griff gesichert werden kann. Mit einem Hebelwerkzeug ist es blitzschnell überwunden. Weshalb?

Die üblicherweise vorhandenen Fensterverschlüsse sind keine Einbruchsicherungen, sondern sie sollen das Fenster an die Dichtungen anpressen, damit das Fenster dicht ist. Einbrecher wissen das, deshalb werden bei 8 von 10 Fenstereinbrüchen keine Gläser beschädigt, sondern - viel einfacher - die Fensterflügel aufgehebelt. Dasselbe gilt natürlich auch für alle Fenstertüren, z.B. bei Gartenausgängen oder Balkontüren.

Für die Nachrüstung von bestehenden Fenstern und Fenstertüren gibt es Sicherheitsbeschläge, die sehr hohen Belastungen standhalten. Quadragard-Titan oder Quadragard-Integral sichern das Fenster durch eine starke Verschlusstange mit zwei stabilen Verriegelungspunkten oben und unten. Sie verstärken und blockieren den Fensterflügel und machen damit das Aufdrücken des Fensters fast unmöglich. Quadragard-Systeme passen an sozusagen alle Fenster, lassen sich einfach montieren und sind sehr bedienungsfreundlich. Sie verhindern auch das ungewollte Öffnen von Fenstern durch Kinder.

Neue, ebenerdig liegende Fenster werden am besten von Anfang an mit Verbundsicherheitsglas und einbruchhemmenden Verschlüssen geplant. Bei bestehenden Fenstern kann die Verglasung nachträglich mit Sicherheitsfolie verstärkt werden. Diese Folien sollten mindestens eine Stärke von 360 µm aufweisen. Sie verhindern weitestgehend einen «Blitzeinbruch» durch das Glas. Dass solche Folien ausserdem über 90% der UV-Strahlung abhalten, ist ein zusätzlicher Nutzen, gerade in der heutigen Zeit.

Lichtschächte - und andere vergessene Öffnungen:
Oft eine Einladung!

Bei den meisten Lichtschächten lassen sich die Abdeckgitter mit einem einzigen Handgriff abheben. In weniger als 10 Sekunden ist der Einbrecher also «von der Oberfläche verschwunden»! Nun kann er in Ruhe, ohne dass ihn jemand sieht oder jemand etwas hört, im Schacht das Kellerfenster aushebeln und seine «Arbeit» beginnen. Dass er dabei meist einen Zweitschlüssel findet und das Haus wie ein freundlicher Besucher durch die Eingangstüre verlässt, ist bloss noch Ironie des Schicksals...

Wollen Sie ihm das Leben wirklich so leicht machen? Es geht auch anders. Lichtschächte lassen sich durch Gittersysteme zuverlässig schützen. Quadragard Gitterstäbe, die als «Rohr-in-Rohr-Systeme» mit integriertem Sägeschutz ausgeführt sind, werden in die Lichtschächte montiert. Der Lichtraum zwischen den Stäben ist so dimensioniert, dass ein Ansetzen der Eisensäge schwer möglich ist. Wichtig: Gitterstäbe erlauben das Raumlüften bei geöffneten Fenstern, ohne dass die Sicherheit tangiert wird. Wenn Sie nämlich ein nicht vergittertes Fenster in ihrer Abwesenheit offen lassen, kann die Versicherung ihre Leistung nach einem Einbruch verweigern oder einschränken.

Durch die Montage mit Spezialdübeln wird die Befestigung der Gitter verdeckt, und so unangreifbar gemacht.

Je nach gewünschter Sicherheitsstufe - z.B. für die hohen Anforderungen bei Banken - können die Gitterstäbe mit zusätzlichen Stahlstäben so geschützt werden, dass ein Durchtrennen auch mit Trennscheiben praktisch unmöglich wird. Falls die Möglichkeit des Notausstiegs durch die Gitter erhalten bleiben muss, gibt es auch dafür erprobte Lösungen.

Was für die Lichtschächte gilt, gilt natürlich auch für andere Luken im Haus, etwa Dachluken, Öffnungen für Heizöllieferungen oder Zivilschutz-Notausgänge. Auch hier sind Gitterstäbe oder spezielle Vergitterungen sinnvolle Sicherheitselemente. In jedem Fall ist die Montage Sache des Fachmanns.

Lassen Sie sich jedoch nicht dazu verleiten, den Sicherheitsschutz durch eine Verankerung der Abdeckgitter mit Metallstreifen oder Ketten (Hobbymarkt!) zu versuchen. Solche Vorrichtungen können dort, wo sie auf dem Gitter aufliegen, mit einem Werkzeug sehr leicht weggebogen werden - und schon ist der Zutritt frei. Auch dazu braucht der Einbrecher nur wenige Sekunden.

Garagen und Anbauten

Garagen und andere Anbauten stellen ein oft unterschätztes Sicherheitsrisiko dar. Schlösser von Garagentoren lassen sich bei billigeren Ausführungen leicht mit einem Werkzeug öffnen, wenn man «weiss, wie's geht». Auch elektrisch angetriebene Tore machen da keine Ausnahme, im Gegenteil: Es sind Universalsender für die Fernbedienung käuflich, die den Code der meisten Hersteller für die Steuerung enthalten! Und dann steht der Einbrecher schon fast im Haus - zumindest wenn eine Verbindungstüre zum Haus besteht. Denn diese ist praktisch nie geschützt. Der Einbrecher kann also im Schutze der Garage in aller Ruhe diese Türe knacken!

Ratschlag 1: Garagentore sollten aus stabilem Material und in genügender Stärke gebaut sein, einen robusten Beschlag aufweisen und mit einem kopiergeschützen Schlosszylinder ausgerüstet sein.

Ratschlag 2: Die Verbindungstüre ist genauso zu schützen wie eine andere Eingangstüre zum Haus! Garagenfenster sollten mit Vorteil vergittert werden. Denken Sie auch daran, dass jedes Werkzeug (auch für den Garten), das Sie in der Garage aufbewahren, dem Einbrecher nützen kann. Versorgen Sie es also besser im Keller.

Auch andere Anbauten wie z.B. Geräteschuppen oder Wintergärten haben oft interne Verbindungstüren zum Haus - oder es bestehen andere Öffnungen wie Fenster, Luken, Klappen, die ins Haus führen. Vergessen Sie auch hier den Grundsatz nicht, dass jede Kette nur so stark ist, wie ihr schwächstes Glied. Jede mögliche Einbruchstelle verdient eine gleichwertige Sicherheitsvorkehrung: Fenstergitter, Einbruchsicherungen für Türen und Fenster, Sicherheitsschlösser und Sicherheitsbeschläge.

Das Problem Rolladen

Viele Leute denken, wenn sie die Rolläden heruntergelassen hätten, sei das «Problem Einbruch» an dieser Stelle bereits beseitigt. Leider ist es aber so, dass normale Rolläden wenig Schutz gegen Einbrüche bieten, wenn sie in geschlossenem Zustand nicht verriegelt werden können. Und sogar dann: Rolläden, deren Verriegelung unten angebracht sind, lassen sich hochschieben, weil der Rolladen selbst mit einfachem Werkzeug durchtrennt werden kann.

Zudem sind Rolläden meist aus wenig widerstandsfähigem Material gefertigt. Sie lassen sich mit geringem Kraftaufwand aus den seitlichen Führungsprofilen reissen oder sogar ganz einfach zerbrechen. Auch die Befestigung der Führungsprofile selber lässt meist zu wünschen übrig.

Ein sicherer Rolladen ist aus massiven Profilen hergestellt, verriegelt sich heim Herunterfahren automatisch und ist so stabil gefertigt, dass er mechanischen Angriffen gut standhält. Empfehlenswert sind motorische Antriebe, damit die Rolläden auch wirklich geschlossen werden.

Vergessen Sie nicht, dass Einbrüche mehrheitlich tagsüber stattfinden - also dann, wenn die Rolläden nicht geschlossen sind. Die Sicherung der Fenster selber darf also auf keinen Fall vernachlässigt werden.

Wertsachen gehören in einen Safe...

... entweder bei der Bank - oder in Ihren eigenen.

Jedermann hat Wertsachen in seiner Wohnung oder in seinem Haus. Wenn Sie vielleicht das Gefühl haben: «ich besitze kaum teure Sachen», überlegen Sie sich, ob nicht auch persönliche Gegenstände wie Dokumente, Diplome, alte unersetzliche Fotografien, Erbstücke wie Schmuck und Uhren usw., nicht für Sie von ganz grossem persönlichem Wert sind. Falls Sie ihre Wertsachen nicht bei einer Bank in den Safe geben können oder wollen, sollten Sie bei sich zu Hause für deren Schutz sorgen.

Denken Sie aber daran, dass nicht nur ein Einbruch, sondern auch ein Haus- oder Zimmerbrand oder ein Wassereinbruch eine Gefahr darstellt. Auch die beste Versicherung kann ihnen Unersetzliches nicht zurückbringen. Ein privater Safe ist für diesen Fall ein wichtiger Bestandteil Ihrer Sicherheitsmassnahmen.

Bei der Anschaffung eines Safes müssen Sie seine wichtigsten Sichereitselemente kennen und bei der Produktewahl berücksichtigen:

Qualität hat immer ihren Preis, aber ein Safe muss durch seine Konstruktion überzeugen, und darüber entscheidet nicht der Preis allein.
Zu einer sicheren Konstruktion gehören: Eine mindestens 10 mm starke Türplatte, dahinter eine mehrschichtige Panzerung mit stahlarmiertem Beton in den Zwischenräumen, innenliegende Scharniere und eine rahmenbündige Türe ohne Spalt (damit kein Hebel angesetzt werden kann). Eine automatische Riegelblockierung mit Drahtseil im Safe-Innern verunmöglicht bei gewaltsamem Aufbruchversuch das öffnen der Safetüre.
Das Schloss darf nicht mit einem Schlüssel zu öffnen sein (Einbrecher suchen sonst in der Wohnung danach!). Besser sind Zahlenschlösser oder elektronische Schlösser mit Tasteneingabe des Codes.
Je höher das Gewicht, umso sicherer - der Dieb hat's schwerer. Ebenso wichtig aber ist die Beurteilung nach dem sog. Volumengewicht: je grösser das Verhältnis von Nutzraum zur Gesamtgewicht, umso besser. Auch schwere Safes brauchen eine verdeckte Verankerung am Boden oder an der Wand - am besten ist der direkte Einbau in Wände oder Mauern.
Die Plazierung des Safes sollte möglichst auffällig sein. Der Fachmann weiss auch hier den besten Rat.

Tips für das richtige Verhalten

An der Haus- oder Wohnungstüre

Sind in Ihren Wohnräumen Reparaturen zu erledigen, Lieferungen entgegenzunehmen, Versicherungen abzuschliessen usw. - vereinbaren Sie den genauen Zeitpunkt mit der entsprechenden Firma.

Läutet eine unbekannte Person, erkundigen Sie sich durch das Guckfenster oder mit vorgelegter Sperrkette/Sperrbügel nach dem Anliegen des Besuchers. Öffnen Sie nicht einfach die Türe. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich einen Ausweis zeigen oder nehmen Sie kurz telefonisch Rückfrage mit dem Auftraggeber (z.B. Wasserwerk, Gemeindeverwaltung usw.) bevor Sie einen Fremden in ihre Wohnung lassen.

Nehmen Sie keine Wertsendungen oder Nachnahmen für Nachbarn entgegen ohne deren ausdrücklichen Auftrag. Dies gilt besonders, wenn Geld dafür verlangt wird.

Lassen Sie keinesfalls einen Unbekannten alleine vor der offenen Tür warten, während Sie in der Wohnung etwas suchen oder holen, sondern schliessen Sie unterdessen die Türe ab.

Beim Weggehen von zu Hause

Schliessen Sie alle noch offenen Fenster und Türen und kontrollieren Sie alle anderen. Schräggestellte Fenster, die leicht erreichbar sind, müssen unbedingt geschlossen werden.

Haus- oder Wohnungsschlüssel gehören nie unter die Fussmatte, in den Milchkasten oder in den Blumentopf usw. Auch die Einbrecher kennen diese «Verstecke»!

Hinterlassen Sie an der Türe keine Notizen über Ihre Abwesenheit oder Rückkehr.

In Mehrfamilienhäusern sollte auch während des Tages die Haustüre geschlossen sein. Den elektrischen Türöffner nur benützen, wenn eine Gegensprechanlage vorhanden ist und Sie den Besucher damit identifizieren konnten.

Bei Ferien- oder Wochenend-Abwesenheit

Ist eine längere Abwesenheit vorgesehen, informieren Sie die Nachbarn, damit diese Ihr Haus oder Ihre Wohnung im Auge behalten. Beauftragen Sie eine Vertrauensperson, die unregelmässig, aber möglichst täglich, ihre Wohnräume betritt, die Fenster kurz öffnet, Licht einschaltet, Blumen giesst und den Briefkasten leert.

Lassen Sie Ihre Post auf dem Postbüro zurückhalten - Sie können sie nach der Abwesenheit dort abholen. Verlangen Sie bei den Zeitungsverlagen einen Lieferstopp oder die Umadressierung an den Ferienort. «Kletterhilfen» für Einbrecher wie z.B. Leitern oder Gartenmöbel halten Sie während ihrer Abwesenheit unter Verschluss. Lassen Sie auch keine Gartenwerkzeuge (beliebte «Einbruchhilfen») im Garten stehen.

Hinterlegen Sie keine Nachricht über die Dauer der Abwesenheit auf Ihrem Telefonbeantworter.

Lassen Sie nicht den Eindruck entstehen, Ihr Haus oder ihre Wohnung sei unbewohnt. Schalten Sie mit Schaltuhren in verschiedenen Räumen unregelmässig das Licht ein und aus. Stachelige Pflanzen wie z.B. Kletterrosen oder Christusdorn, bei Regenrohren oder Balkonstützen eingepflanzt, können dem Einbrecher seine Kletterkünste vermiesen.

Ein guter Wachhund kann auch heute noch seinem Namen alle Ehre machen.

Wenn Sie unterwegs sind

Tragen Sie den Haus- oder Wohnungsschlüssel auf dem Körper, das heisst, möglichst in einer Innentasche. Ebenso alle Ausweise und das Notengeld. Auch Damenkleider - Mäntel, Jacken, Blazer - haben heute oft Innentaschen. Benutzen Sie diese.

Tragen Sie möglichst keine grösseren Beträge auf sich. Vermeiden Sie grössere Bareinzahlungen, sondern machen Sie Überweisungen oder verwenden Sie Checks. Falls es einmal doch nicht anders geht, nehmen Sie den direkten Weg zur Post oder Bank. Ihre Einkäufe erledigen Sie besser nachher.

Wählen Sie bei Dämmerung oder nachts den Weg durch gut beleuchtete Strassen und schliessen Sie sich für den Nachhauseweg bekannten Personen an. Meiden Sie, wenn immer möglich, dunkle Pärke und Alleen. Nehmen Sie lieber einmal ein Taxi für den Heimweg - Ihre Sicherheit sollte Ihnen soviel wert sein.

Prägen Sie sich das Aussehen und die Kleider von Personen ein, die ihnen ungewöhnlich oder verdächtig vorkommen. Auch Notizen machen ist erlaubt.

Melden Sie aussergewöhnliche Vorkommnisse oder Beobachtungen sofort der Polizei. Besser einmal eine Meldung zuviel, als eine zuwenig.

Tragen Sie allenfalls Taschen-Alarmgeräte auf sich (im Elektronik oder Schlüsselservice-Geschäft erhältlich). Durch den enorm lauten Alarm wird der Täter verunsichert und meist lässt er dann von seinem Vorhaben ab.

Signalisieren Sie keine Angst, gehen Sie festen Schrittes und aufrechten Ganges Ihren Weg.

 

 

 

 

 

 

 

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